Uhuru Peak - 5.895m

Name Uhuru Peak
Suchname Uhuru Peak
Höhe 5.895 Meter
Region Tansania
Elternregionen Afrika
Schartentiefe 5.895 Meter
Betreuer admin (Administrator)
Letzte Änderung 09.03.2016
Alternativer Name Kilimanjaro
Erstbesteigung 06.10.1889 Hans Meyer, Ludwig Purtscheller, Yohani Kinyala Lauwo
Schwierigkeitsgrad nicht bewertet
Koordinaten 37M 317004 9659884 (UTM)
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Uhuru Peak

© Julia Helgesen

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Betreuer keiner
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Uhuru Peak ist in 5 Listen enthalten.

Der im Nordosten Tansanias, nahe der Grenze zu Kenia gelegene Kilimanjaro ist mit einer exakten Höhe von 5891,775m der höchste Berg von Afrika. Seine genaue Höhe wurde neu im Jahre 2000 durch Satelliten vermessen, dennoch wird von der Nationalparkverwaltung KINAPA die alte Höhe von 5895m weiterhin verwendet und die Neuvermessung nicht anerkannt.

Das Massiv vom Kilimanjaro hat eine Ausdehnung von 80km∙60km und besteht aus drei Gipfeln. Im Westen liegt der am stärksten erodierte Berg Shira dessen höchste Spitze der Klute Peak (3962m) ist. Im Osten vom Kilimanjaromassiv liegt der zerklüftete Mawenzi, sein höchster Gipfelturm ist der Hans Meyer Peak (5148m). Zwischen Shira und Mawenzi liegt der Kibo von dem der Uhuru Peak (5891,775m) die höchste Erhebung des Berges ist. Der Kilimanjaro liegt rund 340km südlich vom Äquator, 500km südöstlich von ihm liegt die tansanische Hafenstadt Dar es Salam und Kenias Hauptstadt Nairobi liegt nur gerade 200km nordwestlich vom Gipfel. Man erkennt ihn bei klarer Sicht schon aus weiter Entfernung, denn der Kilimanjaro ist der grösste alleinstehende Berg auf der Erde oberhalb des Meeresspiegels - von seinem meist 700-1000m hoch gelegenen Umland ragt er mehr als 4000m in den Himmel.

Wegen der Lage am Rande des Ostafrikanischen Grabens ist das Kilimanjaromassiv vulkanischen Ursprung. Das Gebirge erhob sich aus der Ebene zwischen 750000 und 350000 Jahren in Verbindung mit kontinentalen Grabenbrüchen durch welche die vulkanische Aktivität zu begründen ist. Die Nebengipfel Shira und Mawenzi sind längst erloschen und durch Erosion schon stark Abgetragen worden. Beim Mawenzi blieben jedoch die einstigen Magmaschlote als bizarre Felstürme bestehen da sie aus besonders hartem, erstarten Magma bestehen. Der Kibo dagegen ist immer noch aktiv, allerdings auf einem niedrigen Niveau. Zuletzt floss um das Jahr 1700 Lava aus, seitdem zeigen nur Fumarole im Kraterinnern an dass er jederzeit wieder erwachen könnte. Der Kibogipfel besteht aus einem äusseren Krater von 1,9km∙2,4km Durchmesser auf dessen südlichen Kraterrand der Uhuru Peak befindet. Im äusseren Krater befindet sich der Reusch Crater mit 820m Durchmesser indem es wiederum ein weiterer Krater mit 340m Durchmesser hat. Der kleine Krater heisst Ash Pit und hat eine der perfektesten Kraterformen der Erde, seine 150m hohen Kraterinnenränder bestehen aus weissgelb leuchteten Schwefelablagerungen.

Der Kibo ist der einzige Berg vom Kilimanjaro an dem man heute noch Gletscher findet. Allerdings schrumpfte seine Gletschermasse zwischen 1912 und 2000 vom 12km² auf lediglich 1,85km². Der Hauptgrund dafür ist aber nicht etwa sie allgemeine Klimaerwärmung, sondern ein eher trockeneres Klima in der Region welches im letzten Jahrhundert einsetzte.

In Europa berichtete Πτολεμαῖος (Ptolemaîos) um das Jahr 100 erstmals von einem schneebedeckten Berg in Afrika in Äquatornähe bei dem es sich um den Kilimanjaro handeln musste. Danach sah erst am 11.5.1846 der Christliche Missionar Johann Rebmann den Kilimanjaro und gilt seitdem als erster Europäischer Entdecker vom Berg. Nach seiner Rückkehr nach Europa glaubte man ihm aber zunächst nicht da sich niemand einen schneebedeckten Berg am Äquator vorstellen konnte. Bald darauf wurde der Kilimanjaro aber von weiteren Forschern gesichtet und es folgten einige Besteigungsversuche. Die Erstbesteigung vom Uhuru Peak gelang dann dem Deutschen Geografen Hans Meyer und dem Österreichischen Bergführer Ludwig Purtscheller zusammen mit dem lokalen Führer Yohani Kinyala Lauwo am 6.10.1889.

Das Gebiet vom Kilimanjaro wurde 1973 als Nationalpark ausgerufen und hat eine Fläche von 755,75km². Seit 1987 ist es Weltnaturerbe der UNESCO. Wegen des Status als Nationalpark ist die Besteigung des Kilimanjaros nur mit einem tansanischen Bergführer und Träger auf einer der offiziell freigegebenen Routen erlaubt. Zuden sind Parkgebüren zu entrichten weshalb eine Kilimanjarobesteigung ziemlich teuer ist. Im Jahre 2007 lagen die Preise bei 60$ pro Tag Aufenthalt im Naturpark. 50$ pro Übernachtung auf einer Berghütte oder eine Nacht im Zelt. Dazu kommen noch 25$ Rettungsgebühr sowie 130-170$ Trinkgeld für Führer und Träger. So sind mindestens 650$ für eine Besteigung des Kibo auf der Normalroute zu bezahlen. Natürlich kommen noch die Flugpreise, lokale Transport- und Hotelkosten am Fuss vom Kilimanjaro dazu. Als Stützpunkte für eine Kilimanjarobesteigung dienen meistens die Städte Moshi (845m; 188300 Einwohner) oder Arusha (1390m; 260000 Einwohner) im Süden und Südwesten vom Bergmassiv. Beide Städte können vom internationalen Kilimanjaro Airport per Taxi oder Shuttle Bus erreicht werden.

Auf allen Aufstiegsrouten durchsteigt man verschiedene Vegetationszonen weshalb eine Kilimanjarobesteigung besonders reizvoll ist. Bis 2000m befinden sich fruchtbare Plantagelandschaften, darüber trifft man auf den Regenwaldgürtel welcher bis in eine Höhe von etwa 3000m reicht. Darüber schliesst sich die Heidelandschaft an welche oberhalb von etwa 4000m wüstenartige Züge annimmt. Oberhalb 4600m ist die Vulkanlandschaft bis auf wenige Flechtenarten völlig vegetationslos. Die Vegetationszonen zeigen auch deutlich das Niederschlags- und Temperaturprofil vom Kilimanjaro. So regnet es am Marangu Garte (1855m) jährlich 2300mm, auf der Kibo Hut (4699m) dagegen nur noch 200mm. Die Temperatur ist am Fusse des Kilimanjaro ganzjährig über 20°C während das Thermometer auf dem Kibo selbst in den Nachmittagsstunden selten über den Gefrierpunkt steigt. Der meiste Niederschlag fällt in den Regenzeiten Ende Oktober bis Ende November (kleine Regenzeit) und Mitte März bis Ende Juni (Grosse Regenzeit). Nur zwischen den Regenzeiten ist eine Besteigung zu empfehlen da dann die Wege meist trocken sind. Jährlich versuchen etwa 40000 Touristen den Kibo zu besteigen, aber nur etwa 70% erreichen den Gillman's Point und noch deutlich weniger den Uhuru Peak.

Der Normalweg und schnellste Aufstiegsmöglichkeit zum Kibo ist die Machame Route auf dem der Gipfel in vier Tagen erreicht wird. Man übernachtet auf den Mandara Huts (2704m), Horombo Huts (3715m) und der Kibo Hut (4699m). Den Uhuru Peak erreicht man von der Kibo Hut über die Ostflanke zum Gillman’s Point (5708m) und von dort über den Kraterrand. Landschaftlich schöner ist die Machame Route aus Südwesten über die Westflanke. Sie ist kaum schwieriger als der Normalweg, jedoch länger und es muss im Zelt übernachtet werden. Daneben gibt es noch einige schwierigere, aber dennoch technisch einfache Routen auf den Kibo die aber alle eher selten begangen werden.

Die Besteigung des höchstens Punktes des Mawenzi, dem 5148m hohen Hans Meyer Peak, ist deutlich schwieriger als die des Kibo. Sie hat den Schwierigkeitsgrad WS und weist Kletterstellen I-II auf, bei Vereisung sind Steigeisen hilfreich. Die Route zum Mawenzi ist zuerst der gleich wie die zum Kibo und man steigt zu den Horombo Huts auf. Von dort gelangt man weiter hinauf zur kleinen Mawenzi Hut (4535m). Bald darauf wird das Gelände sehr steil und man gelangt durch die Öhler Schlucht in die Ostflanke und über sie zum Gipfel. Der Mawenzi wurde erstmals am 29.7.1912 durch Eduard Öhler und Fritz Klute bestiegen.

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